Altersarmut ist weiblich!

kleines Geld

Namhafte Paartherapeuten haben die Devise entwickelt, dass man Beziehungen finanziell am besten vom möglichen Ende her denken soll. Schnell werden so offene Punkte eines partnerschaftlichen Ausgleichs für die oft von Frauen unbezahlt geleistete Arbeit erkennbar. Der Mann verdient, die Frau bekommt vielleicht ein Taschengeld vom Ernährer (nach der Elternzeit) und findet selten wieder adäquat in den Beruf zurück.

Wenn du als Ehemann oder Partner einer Mutter etwas für die Paaraugenhöhe tun möchtest, dann kläre frühzeitig mit ihr – also solange die Kinder noch klein sind – wie du das Rückenfreihalten für deinen Job, die tägliche Fürsorge für die Kinder und den Großteil der Haushaltsführung langfristig kompensieren willst.
Denn, falls sie nicht zuletzt deswegen bei dir bleibt, weil du nicht für euch beide symmetrisch und ausreichend vorgesorgt hast, werdet ihr unter Umständen nicht die schönste und liebevollste Zukunft miteinander haben. Im Unterbewusstsein werdet ihr beide möglicherweise die Unausgewogenheit der finanziellen Situation verankert haben.

Vielleicht trägt aktuell noch alleine sie das Risiko, wie 39% der Alleinerziehenden im SGBII-Bezug zu enden, oder – wie aktuell immer mehr Rentner – auf Grundrente angewiesen sein wird, weil sie deine Kinder großgezogen hat, statt wie du Karriere machen zu können.

Hier der Link zu einer Broschüre der Arbeitsagentur „Frau leben Länger – aber wovon?“ in der die Problematik auf den Punkt gebracht wird.

Leider ist die Gesetzgebung bzgl. Ausgleich für Lebensleistungen aktuell noch nicht ausreichend an die modernen Lebensentwürfe und die drastisch gekürzte Rentenerwartung für Neurentner (ca. 25% in den letzten 20 Jahren) angepasst. Daher solltet ihr partnerschaftlich in euren Beziehungen das Ungleichgewicht ausgleichen. Es soll wohl vereinzelt auch Männer geben, die ihrer Frau zuliebe auf die eigenen Karriere verzichten.

Geben ist bekanntlich leichter denn Nehmen, also: „Mann beginne und honoriere!“

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