Unendliche Kredite vs. Finanzachtsamkeit

Geldachtsamkeit

Der Frugalist Oliver Noelting aus Hannover hat das Thema „Frugalismus“ im letzten Jahr in die Medien gebracht. Auf seinem Blog hat er sehr inspirierende Artikel geschrieben und essentielle Grundlagenarbeit zum Finanzfrieden geleistet.  Beinahe legendär ist die Diskussion mit Herrn Kommer, der in diesem Gespräch etwas aus der Zeit gefallen wirkt.

Gerd Kommer vs. Frugalist: Ist Rente mit 40 möglich oder nur eine Illusion? // Mission Money
Mission Mony – Gerd Kommer vs. Frugalist

Aber genug der Lobhudelei, ich komme jetzt zu Olivers Blogbeitrag über die unsichtbaren unendlichen Kredite oder die „300er Regel“.

Die Kurzfassung geht so: Nach der etablierten 4% Regel für eine sichere Entsparrate kann man unendlich lange jährlich 4% aus einem Depot entnehmen. Dreihundert nicht ausgegebene Euro würden also bis in alle Ewigkeit einen Euro monatlich in die Kasse spülen (4% von 300€ für 12 Monate). Wurden sie dagegen ausgegeben sind sie für immer weg und so auch der monatliche Euro. A penny saved is a penny earned.

Als Beispiel zur Verdeutlichung nehme man ein beliebiges Produkt auf das man auch verzichten könnte und überlegt sich was die Anschaffung für die eigene Finanzukunft ausmachen wird. Ein Luxus-Smartphone steht für einen unendlichen Kredit über knapp 5,50 Euro. Derart betrachtet nimmt man für jeden getätigten Konsum nach der 300er-Regel ein lebenslanges ungetilgtes Darlehen auf. Daher sollte er bewusst sein.

Es geht hier nicht um Verzicht, Askese und Spielverderben sondern um bewusste Entscheidungen, Nachhaltigkeit und eigenverantwortliche Lebensliquiditätsplanung.

Reich wird man nicht durch das, was man verdient, sondern durch das, was man nicht ausgibt.“
Henry Ford.

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