Arm trotz Arbeit im reichen Bayern

Foto vom Podium
Foto:der Paritätische

Ich wurde am 11. Juni 2018 vom Paritätischen „auf AEG“ eingeladen um über meine Praxiserfahrungen mit „Arm trotz Arbeit“ zu sprechen.

Im Schuldnercoaching treffe ich auf immer mehr Menschen, deren Einkommen trotz fleissiger Arbeit, nicht zu einer Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ausreicht.

Der Mindestlohn war ein erster, noch zu kurzer, Schritt in die richtige Richtung. Deutschland hat sich seit den 00er-Jahren einen Niedriglohnsektor geschaffen, der in Europa seinesgleichen sucht.

Ebenso sollte sich unser Land nicht an seiner niedrigen Arbeitslosenquote erbauen ohne auch die Lebensrealität der vielen neuen, prekären Selbständigen zu kennen. Das Einkommen genügt nur dann zu einem auskömmlichen Leben, wenn man auf Sozialversicherungen und Sparen verzichtet. Der Sozialleistungs-Boomerang wenn diese Generation nicht mehr arbeiten kann wird unsere Kinder und Enkel mit voller Wucht treffen.

Leider sind das unattraktive Themen für Politiker, die vorrangig Wahlen gewinnen müssen. „Mit Sozialpolitik kann man keine Wahlen gewinnen, aber verlieren.“ einer der wenige Sätze von H. Seehofer, denen ich zustimmen muss.